Back to Overview

Meridian des Ehrenamtes zum 20. Mal verliehen

Meridian des Ehrenamtes zum 20. Mal verliehen

vom 04.12.2018

Aus Anlass des „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ würdigte heute die Stadt Görlitz zum 20. Mal ehrenamtlich tätige Personen, die eine für das Gemeinwesen bedeutende, gemeinnützige Aufgabe erfüllen und sich durch vorbildliches bürgerschaftliches Engagement auszeichnen.

Zur Feierstunde am Abend des 4. Dezember wurden die diesjährigen Preisträger, Laudatoren, Meridianpreisträger der letzten Jahre, Vereinsmitglieder, Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kirche von Oberbürgermeister Siegfried Deinege herzlich begrüßt. „Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden“ – diese Worte von John Ruskin (1819-1900) wurden auf der Einladung zur Ehrungsveranstaltung zitiert.

Im Amtsblatt, auf der Homepage der Stadt Görlitz sowie in weiteren Medien hatte die Stadt von Mai bis August mehrmals aufgerufen, dass Vereine, Verbände, Kirchgemeinden, Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen ehrenamtlich Tätige aus ihren Reihen benennen sollen. Aus 23 eingegangenen Vorschlägen, die mit einer ausführlichen Begründung eingereicht wurden, wählte der Stadtrat der Großen Kreisstadt Görlitz in seiner Sitzung am 25. Oktober 2018 fünf Personen aus. Die diesjährigen Preisträger sind Noreen Czerny, Kerstin Hildebrand, Julia Schlüter, Frank Reimann und Roland Skupin.

„Seit 1999 wurde dieser Preis – unsere heutigen fünf Preisträger eingerechnet – an 102 Görlitzerinnen und Görlitzer überreicht. Das ist sehr beachtlich und zeigt den hohen Stellenwert, den ehrenamtlich Tätige in unserer Stadt haben“, führte Oberbürgermeister Siegfried Deinege in seinen Worten aus. Des Weiteren brachte das Stadtoberhaupt die besondere Bedeutung des Ehrenamtes für die Stadtgesellschaft zum Ausdruck, er lobte das Engagement jedes einzelnen ehrenamtlich Aktiven und dankte den Preisträgern für ihre herausragende gemeinnützige Arbeit. Aber auch allen anderen, die sich ehrenamtlich zum Wohle der Stadt, der Gemeinschaft und im Dienste des Nächsten einbringen, zollte er in seiner Ansprache höchsten Dank und Anerkennung.

 

Meridianpreisträger 2018

 

Noreen Czerny

Eingereicht von Antje und Marian du Moulin, stellvertretend für die ehrenamtliche Schwimmabteilung des Postsportvereins

Aus der Begründung des Vorschlages vom August 2018:

Noreen Czerny ist im Postsportverein Görlitz seit dem 2. Januar 2009 als Übungsleiterin tätig. Sie hat die Ausbildung zum Fachtrainer „C“ Schwimmen und ist als Trainerin für Schwimmer und Lehrschwimmwart für Nichtschwimmer tätig. Durch viel Engagement und vorbildliche Vereinsarbeit stellt sich Noreen Czerny mit ihren Vereinskolleginnen der Entwicklung entgegen, dass immer weniger Kinder schwimmen können. Sie motiviert Kinder und Jugendliche im Verein, beim Schwimmtraining und bei Wettkämpfen Bestleistungen zu bringen. Noreen Czerny wird immer ihrer Vorbildfunktion gerecht, indem sie selbst an vielen Wettkämpfen teilnimmt. Sie ist mit Herz und Seele dabei - ob Schwimmtraining oder Wettkampf - und überzeugt durch ihre stets freundliche und authentische Art.

 

Frank Reimann

Eingereicht von der Fraktion „BÜRGER FÜR GÖRLTZ/DIE GRÜNEN“

Aus der Begründung des Vorschlages vom August 2018:

Frank Reimann arbeitet seit 2002 als stellvertretender Vorsitzender im Kleingartenverein „Glückauf“ e. V. Im Mai 2012 übernahm er den Vorsitz des Niederschlesischen Kleingärtnerverbandes e. V. und ist seit 2016 Mitglied im Schlichtungsausschuss und seit 2017 Schriftführer des Landesverbandes Sachsen der Kleingärtner e. V. Seit Mai 2017 arbeitet er als Mitglied im Redaktionsausschuss „Gartenfreund“ Sachsen aktuell mit. Seit der ersten Übernahme einer Ehrenamtsfunktion bei Kleingärtnern engagiert sich Frank Reimann für die Kleingärtner, zuerst im Verein mit 21 Mitgliedern, später im Regionalverband mit 108 Vereinen und mehr als 5.400 Mitgliedern, seit vorigem Jahr auf Landesebene mit mehr als 220.000 Mitgliedern. Sein Einsatz gilt in erster Linie dem Erhalt der Kleingärten und dem strukturellen Wandel in den Vereinen. Er ist ein verlässlicher Ansprechpartner und arbeitet mit hunderten ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen eng zusammen.

 

Julia Schlüter

Eingereicht von Manuela Knoblich, Kommunale Integrationskoordinatorin und Romy Wiesner, Stadt Görlitz Koordinatorin Willkommensbündnis Görlitz & Asyl

Aus der Begründung des Vorschlages vom August 2018:

Seit 2015 ist Julia Schlüter engagierte Mitwirkende und Mitglied im Willkommensbündnis Görlitz sowie Mitinitiatorin und Organisatorin des interkulturellen Café HotSpot am Obermarkt. Sie engagiert sich für die Selbsthilfe- und Teilhabeprozesse von Menschen mit Fluchthintergrund. Mit Leidenschaft, Ehrgeiz, nachthaltigen Ideen und Durchsetzungskraft trägt sie zu einem großen Teil zur städtischen Migrationsarbeit bei. Seit 2018 ist sie in der Steuerungsgruppe im Landkreis Görlitz aktiv tätig, welche zusammen mit weiteren Akteuren an einer Integrationsstrategie im Landkreis arbeitet.

 

Roland Skupin

Eingereicht von Werner Mönnich, unterstützt von Ministerpräsident Michael Kretschmer 

Aus der Begründung vom Juli 2018:

Roland Skupin ist langjähriges Mitglied des Görlitzer Modelleisenbahnverein e. V.

Er ist innerhalb des Vereins verantwortlich für die Organisation von Ausstellungen. Seit fast 20 Jahren organisiert er als Hauptinitiator ehrenamtlich die Modelleisenbahnausstellungen des Vereins. In den ersten Jahren fanden die Ausstellungen in der Stadthalle, danach im Rosenhof statt. Später musste die Modelleisenbahnschau wegen Platzgründen nach Löbau umziehen. Mit einem Besuch dieser Ausstellung wurde vielen Menschen der Region ein schönes Freizeiterlebnis geschaffen. Besonders Familien mit Kindern aus nah und fern sind Gäste. Die Beliebtheit zeigt sich in den stets ansteigenden Besucherzahlen. Die 16. Ausstellung im Januar dieses Jahres war mit 11.000 Besuchern ein großer Erfolg. In erster Linie ist dies dem unermüdlichen Einsatz und Engagement von Roland Skupin zu verdanken, aber auch der engen Teamarbeit mit allen Beteiligten.

 

Kerstin Hildebrand

Eingereicht vom Ortschaftsrat Ludwigsdorf/Ober-Neundorf

Aus der Begründung von August 2018

Frau Kerstin Hildebrand gehört zu den Mitgliedern der ersten Stunde des Heimatverein Ludwigsdorf/Ober-Neundorf e. V., welcher im Jahr 2002 als „Verein zur dörflichen Entwicklung Ludwigsdorf“ gegründet wurde. Seit über 10 Jahren ist sie stellvertretende Vorstandsvorsitzende und auch heute noch eine der engagiertesten Mitglieder. Sie leitet bzw. begleitet verschiedene Projekte, um das Leben in der Ortschaft zu bereichern. Kerstin Hildebrand erstellt traditionell einen Jahreskalender mit schönen Bildern von Ludwigsdorf und Ober-Neundorf, arbeitet an einer Dorfchronik und wirkt im Redaktionsteam der Hauszeitung „Unser Dorfblättel“ für Ludwigsdorf/Ober-Neundorf mit. Bei der Organisation verschiedener Veranstaltungen und Feste in der Ortschaft ist sie unersetzlich.

 

Als weiterer Programmpunkt der Feierstunde wurde die Auszeichnung der Ehrenamtlichen im Sport vorgenommen.

Der Geschäftsführer des Oberlausitzer Kreissportbundes (OKSB) Marko Weber-Schönherr verlas die Laudatio für die zehn Engagierten im Sport. Ringolf Herzog, Vizepräsident des OKSB, Enrico Kretschmar von der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien und Oberbürgermeister Siegfried Deinege nahmen die Ehrung vor.

Seit vielen Jahren unterstützt die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien die Auszeichnungsveranstaltung finanziell und mit Sachpreisen. „Mit diesem großzügigen Sponsoring ermöglicht die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, dass die Ehrung für die Preisträger in diesem schönen und feierlichen Rahmen durchgeführt werden kann“, bedankt sich das Stadtoberhaupt.

 

Ehrenamt im Sport

(Laudatio von Marko Weber Schönherr)

 

Jürgen Schmidt, Postsportverein Görlitz

Fast 60 Jahre kümmert sich Jürgen Schmidt schon um den organisierten Radsport in Görlitz. Als Übungsleiter, Abteilungsleiter und auch als Begleiter der legendären Friedensfahrt wurde es ihm in den vielen Jahren Ehrenamt nie langweilig. Zeitaufwendiger ist nur noch die Organisation des Radrennens „Rund um die Landeskrone“, welche nun schon seit über 40 Jahren in seinen Händen liegt. Man kann ihm für dieses Engagement nicht genug danken. 

 

Viola Brinkmann, SV Koweg Görlitz

Sport treibt sie in der allgemeinen Sportgruppe. Ihr Wirken im SV Koweg beschränkt sich aber nicht nur auf eine Abteilung. Dort wo was organsiert werden muss, ob abteilungsübergreifende Veranstaltungen, diverse Freizeitaktivitäten oder der wöchentliche Handballspielbetrieb, ist Viola Brinkmann zur Stelle. Ein „Nein“ kommt in ihrem Sprachgebrauch eher selten vor.

 

Robert Eifler, SV Koweg Görlitz

Die Besonderheit seines Engagements im SV Koweg besteht darin, dass er für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist, sich aber selbst nie gern im Rampenlicht sieht. Der ehemalige Handballspieler, der Pressesprecher und das Vorstandsmitglied genießt auf Grund seiner sachlichen, engagierten und zuverlässigen Art einen sehr guten Ruf bei den Partnern des Vereins und ist somit eine der wichtigsten Stützen des Erfolges.

 

Reiner Kahl, FV Oberlausitz

Seine besonnene und sachliche Art verschaffen Reiner Kahl Anerkennung und Respekt auf dem Spielfeld. Die Erfahrung seiner über 30jährigen Schiedsrichtertätigkeit bringt er aber nicht nur auf dem Platz ein. Im Fußballverband Oberlausitz arbeitete er als Sportrichter und war bis 2018 verantwortlich für Rechtsfragen im Schiedsrichterausschuss.

 

Katja Biele, SV Blau-Weiß Deutsch-Ossig

Katja Biele ist die Schatzmeisterin des Vereins. Sie verantwortet seit vielen Jahren sämtliche finanziellen Belange. Ob die tägliche Buchhaltung, Steuererklärungen, Lohnzahlungen, Veranstaltungsfinanzierungen oder die Beantragung und Abrechnung der Fördermittel. Die Ergebnisse aus durchgeführten Betriebsprüfungen und Revisionen bescheinigen ihr eine zuverlässige und fehlerfreie Arbeit. Zudem hält sie den Kontakt zwischen der ortsansässigen Kita und ihrem Sportverein, um immer ausreichend für Fußballnachwuchs zu sorgen.

 

Detlef Kappler, SG Medizin Görlitz

Ob er schon immer für Finanzen in einem Verein zuständig sein wollte, wissen wir nicht. Es sieht aber ganz danach aus, denn seine Arbeit als Schatzmeister führt er aus, als ob er nie was Anderes getan hätte. Das bescheinigt ihm der Vereinsvorsitzende. Nach dem plötzlichen Tod seines Vorgängers, musste sich Detlef Kappler unwahrscheinlich schnell in das Zahlenwerk des Vereins einarbeiten. Das ist nun geschafft und es ist Zeit dafür mal DANKE zu sagen.

 

Dieter Fritzsche, ISG Hagenwerder

Mittlerweile ist er 55 Jahre Mitglied in der ISG und war 25 Jahre davon Vorsitzender des Kreisverbandes Kegeln. Die Kegelbahn in Hagenwerder ist sein zweites Zuhause. Er begleitete aktiv die Umbauarbeiten und zeichnet sich für die Bahnpflege und die notwendigen Reparaturen verantwortlich. Als Jugendtrainer hat er maßgeblichen Anteil an den früheren Erfolgen der Kegler. Auch Weltmeister sind unter ihnen. Neben der Nachwuchsarbeit ist der frühere Abteilungsleiter heute noch Mannschaftsleiter der weniger dem Erfolgsdruck ausgesetzten Mannschaften.

 

Monika Droese, 1. SV Königshufen und NSAC Görlitz

Den Weg ins Ehrenamt ebneten ihre Kinder, welche im Sportverein trainierten. Von den Gymnastik- und Bauch-Beine-Po Gruppen wird ihre Arbeit sehr geschätzt. Sie besucht viele Weiterbildungen, um ihre Übungsstunden so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Aber nicht nur sportlich ist sie engagiert. Auch hilft sie bei Vereinsveranstaltungen, wann immer sie gebraucht wird.

 

Steffen Krause, SV Lok Görlitz

Er leitet die Schwimmlern-Gruppen im Verein. Der lizensierte Trainer organsiert gewissenhaft die Arbeit mit den anderen Übungsleitern dieser Gruppe, führt Elternabende durch und gestaltet den Übungsbetrieb mit den 5 bis 6-jährigen Kindern. Außerdem ist er noch Übungsleiter der Folgegruppen der 6 bis 7-Jährigen. 4 Mal pro Woche steht Steffen Krause am Beckenrand in der Schwimmhalle und ist ein unverzichtbarer Ehrenamtlicher für den Nachwuchssport.

 

Angelika Arlt, Gymnastikverein Biesnitz

Um die Auflösung der damaligen Sportgruppe Biesnitz zu verhindern, gründete sie einfach einen eigenen Verein, dem sie bis heute vorsteht. Die über die Jahre notwenigen Veränderungen meistert sie mit Bravour. Vor noch nicht allzu langer Zeit ließ sie sich zur Übungsleiterin ausbilden, um auch die Trainingseinheiten der 40 Mitglieder professionell zu begleiten. Ihre Zuverlässigkeit und ihre selbstlose Art sind ein sehr wichtiger Bestandteil des Zusammenhalts im Verein.

 

Imprint Datenschutz Button - Nach oben scrollen Button - Nach oben scrollen Button - Nach oben scrollen