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Gemeinsame Studie von Görlitz und Ostritz markiert Auftakt für neue Industrieflächen in Hagenwerder

Gemeinsame Studie von Görlitz und Ostritz markiert Auftakt für neue Industrieflächen in Hagenwerder

vom 26.11.2018

Die Städte Görlitz und Ostritz gehen in der Gewerbe- und Industrieflächenentwicklung gemeinsame Wege. Im Fokus steht dabei die Ausweitung der Flächen im Industrie-und Gewerbegebiet Görlitz/Hagenwerder.

„Die wenigen, uns noch zur Verfügung stehenden Flächen reichen nicht aus, um aktuelle Investorenfragen zu bedienen. Für eine aktive Ansprache von Investoren müssen wir in Görlitz neue Spielräume schaffen“, beschreibt Andrea Friederike Behr, Geschäftsführerin der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH die aktuelle Situation. Sie sucht daher in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Görlitz Möglichkeiten für neue Flächen.

In diesem Zusammenhang ermittelt man nun gemeinsam mit der Stadt Ostritz Entwicklungspotentiale im südlichen Bereich des ehemaligen Kraftwerksgeländes in Görlitz/Hagenwerder. Die Studie untersucht in zwei Teilabschnitten ein Gebiet von 38 ha Fläche, davon liegen 12 ha  auf Görlitzer Gemarkung. Diese Studie ist Voraussetzung für alle weiteren möglichen Entwicklungsschritte. „Ich freue mich sehr, dass wir in lösungsorientierter Zusammenarbeit wichtige Grundlagen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung gelegt haben, weil davon alle profitieren“, kommentiert der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege das Projekt. Ein wichtiger Partner ist dabei auch die LEAG Lausitz Energie Kraftwerke AG.

Marion Prange, Bürgermeisterin von Ostritz ergänzt: „In Zeiten allgemeiner Ressourcenknappheit einerseits und der positiven Wirtschaftsprognosen der kommenden Jahre andererseits Industrie- und Gewerbeflächen brach liegen zu lassen, ist für eine kleine Stadt wie Ostritz wirtschaftlich undenkbar. Deshalb wollen wir schnell die Rahmenbedingungen für eine gezielte Investorenansprache schaffen. Ein erster Baustein ist diese Studie, die uns in die Lage versetzt, die Chancen der Stadt Ostritz realistisch einzuschätzen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Görlitz und die Unterstützung durch die LEAG sind der richtige Weg zur richtigen Zeit.“

Eine Vorstellung der Ergebnisse wird zum Ende des 1. Quartals 2019 erwartet.

 

Hintergrund:

Aktuell verfügt die Stadt Görlitz über 35 ha Gewerbeflächen und 25 ha Industrieflächen. Davon sind nur noch verfügbar: 10,3 ha netto Gewerbefläche im Gewerbegebiet Klingewalde sowie 5,1 ha netto Gewerbefläche im Gewerbegebiet Hagenwerder Nord. Der Zuschnitt und die Lage dieser Flächen machen eine Vermarktung jedoch schwierig.

In Ostritz gibt es mit dem Gewerbegebiet in der Stadt derzeit eine verfügbare Fläche von 2,5 ha. Im Industrie- und Gewerbegebiet Hagenwerder liegen derzeit über 10 ha in größeren Parzellen brach. Problematisch dabei ist unter anderem der Erschließungsgrad der Flächen. Die Infrastruktur wurde für den Kraftwerksbetrieb mit ca. 3.000 Arbeitnehmern geschaffen und in den vergangenen Jahren aufrechterhalten. Derzeit sind auf Ostritzer Flur ca. 150 Arbeitnehmer in zwei Industrie- und Gewerbeeinheiten beschäftigt.

Um Firmen und Investoren attraktive Angebote für Ansiedlungen und Erweiterungen machen zu können, entwickelt die Stadt Görlitz zurzeit bereits das Gewerbegebiet Schlauroth mit insgesamt bis zu 20 ha Fläche. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes ist für Anfang 2020 geplant. Eine Ausweitung des Industrie- und Gewerbegebiets Görlitz/Hagenwerder erhöht die Attraktivität des Görlitzer Wirtschaftsstandortes sowie der Region weiter und festigt die interkommunale Zusammenarbeit der Städte Görlitz und Ostritz.

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