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100 Tage Görlitzer Mängelmelder

100 Tage Görlitzer Mängelmelder

vom 30.10.2018

Seit Mitte Juli 2018 bietet die Stadt Görlitz für Bürger einen neuen Online-Service: Lob, Kritik und Hinweise an alle Ämter der Stadtverwaltung Görlitz können seitdem online gemeldet werden. So ist es auch möglich, den Bearbeitungsstand der Hinweise bis zur Behebung zu verfolgen. Die App ergänzt das Angebot der Stadt, per Anruf, vor Ort in der Verwaltung oder per Post Hinweise zu geben. Nach 100 Tagen App, wurden die Daten nun ausgewertet.

In diesem Zeitraum sind 621 Meldungen von Bürgern an die Stadtverwaltung eingegangen. Das entspricht seit dem 19.07.2018 ca. sechs Meldungen pro Tag. Besonders häufig gibt es illegale Müllablagerungen/Verunreinigungen mit 289 Meldungen – also etwa 3 pro Tag. Mit Abstand folgen dann Meldungen über Schäden an Straßen, Wegen und Plätzen (85 Meldungen), 59 Hinweise zur Straßenbeleuchtung und 188 weitere Mängelmelder-Meldungen, die sich auf 14 andere Kategorien verteilen. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit beträgt derzeit rund 8 Tage innerhalb der Stadtverwaltung.

Die zuständige Leiterin des Amtes für öffentliche Ordnung, Frau Silvia Queck-Hänel, zu den gehäuft auftretenden Verunreinigungen durch abgestellten Unrat im Stadtgebiet: „In vielen Fällen wird es die Angst vor zu hohen Entsorgungskosten sein, die Menschen dazu bewegt, ihren Müll im öffentlichen Raum wegzuwerfen. Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass Verursacher ihren Müll gerade deswegen im öffentlichen Raum lassen, weil es ja irgendwann irgendjemand aufräumt.“ Entweder tun das engagierte Bürger/innen – oder aber die Entsorgung läuft über die öffentliche Hand. Dabei sind der Stadt 2018 Kosten in Höhe von 7.686,72 EUR entstanden. 2017 wurden 8.575,50 EUR aufgewendet, 2016 waren es 9.321,13 EUR sowie im Jahr davor 8.709,52 EUR. „Es ist bitter, dass die Stadt jährlich knapp 10.000 Euro aus Steuergeldern aufbringen muss, um illegal abgelegten Müll zu entsorgen“, sagt die Amtsleiterin.

Wer seinen Müll nicht ordnungsgemäß entsorgt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Mit bis zu 1.000 Euro wird zum Beispiel die nicht vorschriftsmäßige Entsorgung der Hinterlassenschaften des Hundes geahndet. Denn es gibt in Görlitz genügend Angebote: Um die Straßen, Wege und Plätze von Hundekot freizuhalten, besitzt die Stadt ein dichtes Netz öffentlicher Papierkörbe. Weiterhin werden an neuralgischen Punkten Hundekotbeutelspender sowie -toiletten vorgehalten. Das System hat seinen Preis. Am Ende stehen jährlich knapp 90.000 Euro Kosten für die Leerung der öffentlichen Abfallbehälter/Papierkörbe (rund 600) und Wertstoffcontainer mit fast 50 Tonnen pro Jahr. Umso ärgerlicher ist es, wenn trotzdem Müll illegal entsorgt wird. Deshalb drohen dann Geldbußen bis zu 100.000 Euro. Amtsleiterin Silvia Queck-Hänel: „Ich wünsche mir, dass die Menschen sensibel mit dem Thema der umweltgerechten Müllentsorgung umgehen – denn eine saubere Stadt steht für hohe Lebensqualität.“

 

Informationen zur Entsorgung:

Für die legale und kostengünstige Entsorgung gibt es viele Möglichkeiten – über die das Amt für Ordnung und Sicherheit auch gerne informiert. So ist die Entsorgung von Sperrmüll und Elektronikschrott für jeden Görlitzer Haushalt zweimal im Jahr kostenfrei über die Sperrmüllkarte aus dem Abfallkalender oder über das Onlineformular der Entsorgungsgesellschaft Görlitz-Löbau-Zittau mbH (EGLZ mbH) unter www.abfall-eglz.de möglich. Zudem gibt es die Möglichkeit, den Sperrmüll mit ausgefüllter Karte auf dem Wertstoffhof der SAPOS gGmbH, Heilige-Grab-Straße 69 in Görlitz abzugeben. Eine ausführliche Übersicht zu weiteren Entsorgungsmöglichkeiten und ein Abfall-ABC gibt es im Abfallkalender des Landkreises Görlitz. Die kostenlose Broschüre erhält man in den Bürgerbüros der Stadtverwaltung Görlitz und unter http://aw.landkreis.gr/.

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