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Mythos Europa in Görlitz prominent diskutiert

Mythos Europa in Görlitz prominent diskutiert

vom 13.07.2018

Am Freitagabend wurde die Ausstellung „Mythos Europa“ der Künstlerin ANTOINETTE im großen Saal der Stadthalle Görlitz erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Eröffnung haben Oberbürgermeister Siegfried Deinege, der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und Schirmherr der Ausstellung, Michael Kretschmer, und der Zgorzelecer Bürgermeister Rafał Gronicz gemeinsam mit Laudator Thomas Hampel übernommen.

Allen Grußworten und Redebeiträgen gemein war der intensive Bezug zum Thema Europa. Vor allem die besondere Beziehung der beiden Neißestädte Görlitz und Zgorzelec, die seit 1998 eine Europastadt sind, wurde als einzigartig herausgestellt. Die Ausstellung ist als ein Höhepunkt der Feierlichkeiten der 20-jährigen deutsch-polnischen Proklamation von 1998 konzipiert. Die glückliche Fügung, dass vor wenigen Tagen der Haushaltsausschuss des Bundes 18 Millionen Euro für die weitere Sanierung der Stadthalle Görlitz bestätigte und der Freistaat die gleiche Summe dazuzugeben plant, hat für viele Görlitzer und Zgorzelecer einen besonderen emotionalen Aspekt in die Vernissage gebracht.

Oberbürgermeister Siegfried Deinege betonte Freitagabend, dass gerade in diesen schnelllebigen Zeiten die Themen Europa und Grenzstädte viele Menschen bewegen. Er freue sich sehr darüber, dass mithilfe der Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien die Stadt Görlitz die hochkarätige und auf Europatour befindliche Ausstellung „Mythos Europa“ für Görlitz gewonnen werden konnte. „Ich freue mich sehr darüber, dass sich dadurch noch mehr Menschen mit der Materie Europa intensiv beschäftigen – und die Kunst von ANTOINETTE gibt dabei neue Impulse die Thematik zu betrachten“, sagte Oberbürgermeister Siegfried Deinege. Die Erkenntnis auf deutscher und polnischer Seite, dass man gemeinsam mehr erreiche, gelte für die Europastadt Görlitz/Zgorzelec besonders, sagte Oberbürgermeister Siegfried Deinege mit Blick auf seinen Amtskollegen Rafał Gronicz, der ebenfalls den Europastadtgedanken in seiner Rede betonte.

Die faszinierende Bilderwelt der renommierten Künstlerin ANTOINETTE, die im über viele Jahre entstandenen Ausstellungsprojekt „Mythos Europa“ noch bis Oktober in der Stadthalle zu sehen ist, bietet Betrachtern eine Entdeckungsreise durch die Geschichte Europas mit unverblümten aktuellen Bezügen. Inmitten der faszinierenden Farbenpracht und der monochromen Werke findet sich eine Flut packender Details, die berühren. Oberbürgermeister Siegfried Deinege: „Gerade in diesem Jahr, in dem wir zusammen auf das 20-jährige Bestehen unserer Europastadt Görlitz/Zgorzelec blicken, wollen wir mit dieser Schau über das Gestern, das Heute und das Morgen Europas und damit selbstverständlich auch über unsere Europastadt nachdenken und zum gemeinsamen Diskurs ermutigen.“

Europa, so Oberbürgermeister Siegfried Deinege, wird in zehn Jahren noch umfassender das Leben in der Region und der Europastadt Görlitz/Zgorzelec bereichern. Hemmnisse werden wegfallen, neue Chancen werden sich auftun, mehr Menschen werden auf Augenhöhe gemeinsam an ihrer Zukunft arbeiten. Oberbürgermeister Siegfried Deinege: „Diskutieren müssen wir jetzt über den besten Weg dahin – bis Europa regelt, was noch in der Schwebe ist.“ Zweckverbände, Taxifahrten, Unternehmensstrukturen, Sicherheitsaspekte und Infrastruktur über die Landesgrenzen hinweg – erst wenn diese Aspekte im Leben funktionieren, wird die Lebensqualität vor Ort gesteigert. Die Ausstellung Mythos Europa nimmt alle diese Themen auf, deutet und formt sie neu, übertreibt und schlichtet, macht Angst und gibt Hoffnung. Die Ausstellung von ANTOINETTE leistet also, was gute Kunst leisten soll: Sie gibt Anlass zur Diskussion.

Veranstalter: Stadt Görlitz

Koordinator: Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH

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