Back to Overview

Görlitz will sich gerne im Kulturkonvent einbringen

Görlitz will sich gerne im Kulturkonvent einbringen

vom 16.03.2018

Die Novellierung des Sächsischen Kulturraumgesetzes birgt für Görlitz die Chance auf mehr Mitsprache. In der Landtagsdebatte hat es aber auch Äußerungen zum Theater in Görlitz gegeben, die falsche Bezüge haben. Das bleibt nicht unwidersprochen.

 

Im Zuge der Novellierung des Sächsischen Kulturraumgesetzes durch den Sächsischen Landtag erneuert die Stadt Görlitz ihren Antrag auf Mitgliedschaft. Das sagte am heutigen Freitag Dr. Michael Wieler (Bürger für Görlitz), Bürgermeister der Stadt Görlitz. „Ich bin sehr erfreut, dass der Gesetzgeber unseren Wunsch mit der Novellierung des Kulturraumgesetzes nachvollzogen hat.“ Die Stadt Görlitz möchte sich gerne im Kulturkonvent einbringen und somit den ostsächsischen Raum fördern helfen. „Es ist in dieser Frage nur richtig, dass die Stadt Görlitz eine eigene Stimme neben den Landkreisen Görlitz und Bautzen und der Stiftung für das Sorbische Volk im Kulturkonvent des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien erhält“, so Dr. Michael Wieler. Das Gesetz tritt rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft. Die finanzielle Unterstützung des Freistaates liegt bei rund 95 Millionen Euro ab dem Jahr 2017.

Mit Blick auf die Theaterlandschaft in der Region und die Debatte um die Kulturraumförderung kritisiert Dr. Michael Wieler jüngste Äußerungen, wonach das Theater Görlitz Misswirtschaft betreibe: „Dagegen verwahre ich mich ausdrücklich und weise diese Behauptung entschieden zurück.“ Die im Landtag vorgetragenen Äußerungen betrafen diesbezüglich den Rechtsstreit am Theater Zittau in Bauangelegenheiten. Mit Görlitz und dem Görlitzer Theater habe das nichts zu tun, so Dr. Wieler. Eine Gerichtsentscheidung aufgrund von Differenzen zwischen einem Architektenbüro und dem Auftraggeber war zugunsten des Architektenbüros und einem Vergleich entschieden worden. Diese baulichen Themen mit der künstlerisch-kulturellen Aufgabe und deren Umsetzung in Verbindung zu bringen, zeichne ein völlig verfälschtes Bild von der Realität. Ebenfalls realitätsfern sei die Behauptung in der Debatte gewesen, dass die finanzielle Situation am Gerhart-Hauptmann-Theater im Kulturraum begründet sei, weil der auch andere Angebote fördere. „Wer so über Kulturhäuser debattiert, verwechselt Äpfel mit Birnen und führe die Menschen in die Irre“, so Dr. Michael Wieler.

 

Imprint Datenschutz Button - Nach oben scrollen Button - Nach oben scrollen Button - Nach oben scrollen