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AG Historische Städte feiert Silberhochzeit - Kooperation vor 25 Jahren von drei auf sechs Städte erweitert

AG Historische Städte feiert Silberhochzeit - Kooperation vor 25 Jahren von drei auf sechs Städte erweitert

vom 15.06.2016

Die erste gemeinsame Tagung der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte bestehend aus Bamberg, Görlitz, Lübeck, Meißen, Regensburg und Stralsund fand im Juni 1991 in Görlitz statt. 25 Jahre später nun die Jubiläumstagung an gleicher Stätte. Zur „Silberhochzeit“ vom 16. bis 18. Juni 2016 ist, neben einer Fachexkursion in die diesjährige Kulturhauptstadt Breslau/Worclaw, am 17. Juni abends eine Festveranstaltung mit aktiven und ehemaligen Mitgliedern geplant.

Dabei ist die Idee der Partnerschaft wesentlich älter: Bereits 1973 „verbündeten“ sich die Städte Bamberg, Lübeck und Regensburg auf Initiative des damaligen Bamberger Oberbürgermeisters Theodor Mathieu, um sich den besonderen Herausforderungen der Sanierung ihrer historischen Stadtkerne zu stellen. Zunächst wurde dabei das damals geltende Städtebauförderungsgesetz auf den Prüfstand gestellt. Für die AG-Kommunen, kurz „Ba-Lü-Re“ genannt, war es besonders wichtig, der Einzelobjektsanierung den Vorrang vor der Flächensanierung zu geben.

Mit pragmatischem Blick und der Erfahrung aus kommunaler Verwaltung und Politik setzte sich die AG für den Erhalt und die Weiterentwicklung des baukulturellen Erbes ein. Einer der Schwerpunkte lag und liegt auf den Ausbau der Planungsinstrumente und der Sicherung von Städtebauförederungsmitteln. Im Kontakt mit dem zuständigen Bundesministerium bringt man sich von Anfang an bei den Novellierungen des Planungs- und Baurechtes ein.

Nachdem sich 1989 die „deutsche Einheit“ abzuzeichnen begann, bestand Einigkeit, die Gruppe um drei Partnerstädte in den „neuen Ländern“ zu erweitern. Das Ziel: Unterstützung bei der Lösung städtebaulicher Probleme in rechtlicher, finanzieller, organisatorischer sowie personeller Weise. Görlitz, Meißen und Stralsund waren umgehend zur Kooperation bereit und so besteht die „Arbeitsgemeinschaft Historische Städte“ seit nunmehr 25 Jahren aus sechs Kommunen. Eine fruchtbare Zusammenarbeit auf Augenhöhe, vorurteilsfrei und zielorientiert. Dazu wurde der Erfahrungsaustausch auf eine breitere Basis gestellt, damit alle Partner vom bislang Erreichten profitieren konnten. Besonders erfreulich war es, wie schnell und engagiert Probleme angegangen und Erfolge sichtbar wurden.

Bauen und Verkehr in historischen Stadtvierteln, energetische Erneuerung und demographischer Wandel sind wichtige aktuelle Inhalte der regelmäßigen Treffen, die ein wesentlicher Baustein der gemeinsamen Arbeit sind. Nachhaltigkeit, Effektivität und Kontinuität im Stadtentwicklungsprozess sind die vorrangigen Themen. Die heutige Bedeutung und das Erscheinungsbild der AG-Mitgliedsstädte, ihr Erhaltungszustand und ihre Lebensqualität sprechen für sich. Darauf aufbauend lässt sich zuversichtlich auf künftige Herausforderungen blicken. Schwerpunkte in den kommenden Jahren werden neben Mobilitätsfragen auch die Herausforderungen zur Aufnahme von anerkannten Asylbewerbern sein. Ausreichender und sozial geförderter Wohnraum für finanziell schwächer gestellte Menschen sowie die Integration von Flüchtlingen stehen dabei im Vordergrund.

 

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