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Görlitz wirbt in Bonn für Unterstützung bei Welterbebewerbung

Görlitz wirbt in Bonn für Unterstützung bei Welterbebewerbung

vom 01.07.2015

Die Stadt Görlitz wirbt am Donnerstag (2. Juli 2015) in Bonn für das Thema ihrer Bewerbung zur Aufnahme ins Welterbe. Im Gepäck hat sie ihre Ausstellung zu den Görlitzer Hallenhäusern an der Handelsstraße Via Regia.

Diese wird bei einem Empfang des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich im Bonner Kunstmuseum präsentiert. Anlass dafür ist die 39. Sitzung des Unesco-Weltkulturerbe-Komitees in Bonn.

„Es ist für uns eine gute Chance, überregional auf die Hallenhäuser aufmerksam machen“, sagte Oberbürgermeister Siegfried Deinege. Er reist zusammen mit dem Leiter des Stadtentwicklungsamtes, Hartmut Wilke, zur Präsentation nach Bonn. Begleitet werden sie von dem Architekten Frank-Ernest Nitzsche sowie den Historikern Dr. Lars-Arne Dannenberg und Dr. Andreas Bednarek. Diese Experten haben die bisherige Bewerbung gemeinsam mit der Stadt erarbeitet.

Die Delegation aus Görlitz nimmt auch an der Eröffnung der Ausstellung „Perspektiven transnationaler Kulturlandschaften im Welterbekontext“ teil, die Sachsens Innenministerium im World Conference Center in Bonn zeigt. Dort tagt derzeit das Unesco-Weltkulturerbe-Komitee. Die Ausstellung thematisiert grenzüberschreitende Kooperationen zum Welterbe mit Polen und Tschechien.

„Ich möchte in Bonn die Gelegenheit nutzen, um über Möglichkeiten einer seriellen Welterbebewerbung mit polnischen Partnern  ins Gespräch zu kommen“, schätzt Oberbürgermeister Deinege ein. In Bonn will er auch für politische, finanzielle und ideelle Unterstützung der Görlitzer Bewerbung werben, unter anderem bei Sachsens Innenminister Markus Ulbig und Prof. Dr. Michael Petzet, Mitglied des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS.

Hintergrund:
Die Ausstellung zu den Görlitzer Hallenhäusern informiert auf sieben Tafeln über Merkmale und Besonderheiten der architektonischen Unikate an der alten Via Regia. Mit der bisherigen Bewerbung hatte Görlitz 2014 den Sprung auf die deutsche Vorschlagsliste für das Welterbe nicht geschafft. Auf Empfehlung einer Expertenkommission ist das Bewerbungsthema inzwischen präzisiert worden. Im Fokus stehen die Hallenhäuser an der Via Regia in der Görlitzer Altstadt als Zeugnisse zentraleuropäischen Handelswesens der frühen Neuzeit. Für die dazu notwendige Forschungsarbeit will die Neißestadt die Unterstützung des Freistaates und sächsischer Hochschulen gewinnen.

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